INITIATIVE MONNAIE PLEINE SUISSE: Das Wichtigste -

Das Wichtigste

Am 10. Juni 2018 erhielt die Vollgeld-Initiative 24,3 Prozent der abgegebenen Stimmen.

Detaillierte Ergebnisse finden sie beim Bundesamt für Statistik.

Starkes Zeichen für die Vollgeld-Initiative

Trotz der massiven Verwirrungs- und Angstkampagne der Gegner und den Fehlinformationen durch den Bundesrat und die Nationalbank stimmten 24.3% für die Vollgeld-Initiative. Das ist ein Achtungserfolg und zeigt, dass sehr viele Schweizerinnen und Schweizer realisiert haben, dass die Geldherstellung der privaten Geschäftsbanken zu zahlreichen Problemen führt. (Lesen Sie weiter die Medienmitteilung der Vollgeld-Initiative)

Das Ergebnis muss man in Relation zu den Ergebnissen anderer Volksinitiative sehen, z.B. bedingungsloses Grundeinkommen am 05.06.2016 mit 23,1% Ja, Erbschaftssteuerreform am 15.06.2015 mit 29% Ja oder Mindestlohn am 18.05.2014 mit 23,7%.

Die Rückrunde zur Vollgeld-Initiative hat begonnen!

Stellungnahme der Vollgeld-Initianten anlässlich der Generalversammlung der SNB am 26.4.2019
Dr. oec. Reinhold Harringer, Mitglied und Sprecher des Initiativkomitees

Die Vollgeld-Initiative wurde bekanntlich klar abgelehnt. 75 % Nein-Stimmen, 25% Ja-Stimmen . Das war ein eindeutiger Entscheid.  Im Fussball würde man sagen, die SNB und das geldpolitische Establishment haben 3:1 gewonnen. Aber wie sie alle wissen, gibt es im Fussball und bei Volksabstimmungen immer auch eine Rückrunde.
Die Rückrunde zur Vollgeld-Initiative ist bereits voll im Gang. Aus unserer Sicht verläuft sie bisher sehr positiv. Ich möchte ihnen das mit einigen Beispielen illustrieren.

Lesen Sie die Stellungnahme

Die Vollgeld-Initiative: Aufklärung über unser Geldsystem. 
Eine Analyse von Prof. Philippe Mastronardi

Die Vollgeld-Initiative ist am 10. Juni 2018 mit 75% Nein-Stimmen deutlich abgelehnt worden. Trotzdem bleibt sie wertvoll. Abgelehnt wurde sie nur, weil Behörden und Parteien nicht gewillt waren, ihre alte Denkweise infrage zu stellen. Wenn eine nächste Krise des Geld- oder Bankensystems, die mit der herkömmlichen Politik nicht bewältigt werden kann, sie dereinst zum Umdenken zwingen sollte, kann das Vollgeld als Modell zur Lösung dienen.

Lesen Sie hier die gesamte Analyse

Meine Geschichte der Vollgeld-Initiative

Das Pionierprojekt der Vollgeld-Initiative wurde über sieben Jahre vorbereitet. Wir alle haben dabei sehr viel erlebt und hatten tiefe Einblicke in die Schweizer Demokratie.
In diesem Reader sind 22 persönliche Rückblicke. Geschrieben von Aktiven und Sympathisanten der Vollgeld-Initiative, sehr unterschiedliche Blickwinkel.

Lesen Sie die Geschichten

Schlussfolgerungen aus dem Abstimmungsergebnis vom 10. Juni 2018
von Heiner Forster und Handruedi Weber (Vorstand Verein MoMo)

Der Praxistest für mehr Demokratie im Geldwesen ist offensichtlich gescheitert.
1. Die Schweizer Stimmbürger/innen wollen keine Schweizer Franken.
2. Die Schweizer Stimmbürger/innen wollen kein schuldenfreies Geld.
3. Die Schweizer Stimmbürger/innen wollen keine Geldschöpfungsgewinne.
4. Die Schweizer Stimmbürger/innen wollen keinen souveränen Staat.
5. Die Schweizer Stimmbürger/innen wollen keinen gleichberechtigten Marktzutritt.
Wie kann man sich das negative Abschneiden der VGI erklären?

Lesen Sie hier die gesamte Analyse

Vollgeld-Initiative: Sensationelles Ergebnis bei repräsentativer Nachbefragung durch LINK-Institut

80 Prozent will dass die Nationalbank den Schweizer Franken herstellt. Eklatanter Widerspruch zum Abstimmungsergebnis.
Eine repräsentative Nachbefragung des Instituts LINK brachte Erstaunliches zu Tage.
60% der Befragten meinen irrtümlicherweise, dass die SNB schon heute den überwiegenden Teil unseres Geldes herstellt. Damit sind sie der Ansicht, dass das Ziel der Vollgeld-Initiative schon umgesetzt sei. Das erklärt, weshalb die Dringlichkeit der Vollgeld-Initiative durch die Abstimmenden nicht wahrgenommen wurde. Tatsächlich wird das gesamte elektronische Buchgeld, das etwa 90% der Geldmenge ausmacht, von den privaten Geschäftsbanken erzeugt.
Die Nachbefragung zeigt ausserdem, dass das Abstimmungsergebnis in eklatantem Widerspruch zu den Ansichten der Auskunftspersonen steht. Obwohl fast 80% der Befragten der Meinung sind, dass die Herstellung von Schweizer Franken ausschliesslich Sache der Nationalbank sein soll, wurde die Vollgeld-Initiative, die genau dies verlangte, nur von 24% der Abstimmenden angenommen.
Und obwohl nur 10% der Befragten der Meinung sind, dass private Banken den Schweizer Franken herstellen sollen, haben am 10. Juni 2018 76% der WählerInnen dafür gestimmt, dass die privaten Banken weiterhin das elektronische Buchgeld und damit ca. 90% der Geldmenge herstellen.

Diese frappierenden Widersprüche können so erklärt werden:
- Da das Thema der Geldschöpfung neu war, ist es bei dem überwiegenden Teil der Stimmbürger noch nicht richtig angekommen. Das Initiativkomitee hatte trotz grosser Anstrengungen nicht ausreichend Ressourcen zur Verfügung, um die grundlegenden Informationen zum Verständnis der Vollgeld-Initiative der Bevölkerung zu vermitteln.
- Die Nein-Kampagne hat zusammen mit irreführenden Informationen im Bundesbüchlein und seitens der Schweizer Nationalbank zur Verwirrung der Stimmbürgerinnen und Stimmbürger entscheidend beigetragen.

Die Nachbefragung und das Abstimmungsergebnis zeigen, dass die Diskussion zur Frage “Wer soll unser Geld herstellen?” nicht abgeschlossen ist. Eine erneute Debatte darüber würde der Demokratie gut anstehen

Hier: Link zu den Ergebnissen der Nachbefragung

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